Art on Ice

Thuner Tagblatt 4.3.2004
Nach «Art on Ice» jetzt «Art in Thun» Bei «Art on Ice» standen sie mit Weltstars auf der Bühne des Zürcher Hallenstadions, jetzt kehren sie mit einem ambitionierten Projekt nach Thun zurück: T. J. Gyger und Andreas Sigrist alias Piolam.

Nein, Eiskunstlauffans waren T. J. Gyger und Andreas Sigrist nie. Und trotzdem: «In einem solchen Rahmen Musik zu machen ist etwas sehr Spezielles. Es war überwältigend», gesteht Gitarrist Sigrist. Kein Wunder: Bei «Art on Ice» traten die beiden Thuner Musiker fünf Mal im ausverkauften Zürcher Hallenstadion auf. Weltberühmte Eiskunstläuferinnen und -läufer schwebten zu ihrer Musik übers Eis. Und mit den bei den Thunern auf der Bühne standen keine Geringeren als die Rock-Dinosaurier der Bands Supertramp und Barclay James Harvest. Überraschende Anfrage Dabei ist das Projekt Piolam zwar das «Herzkind» von T. J. Gyger, der bei Göläs neuer Band Burn in die Tasten haut, und Andreas Sigrist, normalerweise Gitarrist bei Aextra. Die Band hat aber weder einen Deal mit einer grossen Plattenfirma, noch hatten sie sich für die Auftritte bei «Art on Ice» beworben - im Gegen satz zu Dutzenden von an deren, bekannteren Schweizer Bands. «Das Schweizer Fernsehen fragte uns im Dezember 2003 direkt an, ob wir Lust hätten, bei ‹Art on Ice› mitzumachen - als einzige Schweizer Band», erzählt T. J. Gyger. Und so lernten die beiden eine «faszinierende Welt» kennen: Eiskunstläufer, welche die Piolam-Songs interpretierten. «Die eigene Musik ausgedrückt in Bewegungen - das ist einmalig!», betont Andreas Sigrist. Die Begegnungen mit den weltbekannten Sportlern und Musikern seien sehr unkompliziert gewesen. Und während sich Supertramp-Sänger Roger Hodgson zwar sehr freundlich, aber auch sehr zurückgezogen präsentiert habe, hatten die beiden Thuner mit Barclay James Harvest viel Spass: «Die waren sehr cool, immer noch Rock ´n´ Roll!», erinnert sich T. J. Gyger lachend. Und dann ist da noch die Hallenstadionbühne. «Das ist jedes Mal ein Kick und sehr emotional, wenn du auf diese Bühne kommst. Daran gewöhnst du dich nie!» Rückkehr nach Thun Nach «Art on Ice» ist jetzt «Art in Thun» angesagt. Am Samstag findet im Beau-Rivage die Premiere eines ambitionierten Projekts statt: «Wir haben eine spezielle Show konzipiert», verspricht Andreas Sigrist. Die Band Piolam tritt mit drei Sängerinnen und Sängern auf, während auf zwei grossen Leinwänden ein Film läuft, den die beiden Thuner Musiker selber gedreht und geschnitten haben. Die Idee: Der Film soll den Inhalt der Texte unterstützen und die verschiedensten Facetten des Lebens zeigen. «Mit Bildern kannst du die Musik extrem unterstützen», weiss Andreas Sigrist. Und warum dieser grosse Aufwand? T. J. Gyger: «Konzerte langweilen mich oft sehr schnell. Wir haben uns gefragt, wie wir das Publikum wirklich unterhalten können. » Das Resultat wollten Gyger und Sigrist schliesslich unbedingt in ihrer Heimatstadt zeigen. Piolam lebt weiter «Bei Piolam haben wir überhaupt keine Auflagen, setzen den Rahmen völlig selber», sagt Andreas Sigrist. Obwohl für Gyger nach dem Piolam-Auftritt in Thun ein wahrer Promotionsmarathon mit Burn bevorsteht und Andreas Sigrist mit Aextra an einer neuen CD feilt, sind für den Sommer weitere Piolam-Shows vorgesehen. Für eine nächste CD besteht gar ein Angebot eines grossen Labels. T. J. Gyger und Andreas Sigrist lassen aber im Augenblick alles offen: «Schauen wir mal, wie es weitergeht. » Sicher ist: Ihr «Herzkind» soll weiterleben!u Konzert von Piolam und Party mit DJ Psycho Cowboy im Beau-Rivage an der Hofstettenstrasse in Thun: Am Samstag, 6. März. Türöffnung um 20Uhr, Konzert um 21 Uhr. Tickets: Boutique Metro Thun. Weitere Infos: www. piolam. com. Aufgetreten.
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